Eine vom Ökostromanbieter Lichtblick durchgeführte Studie dürfte Interesse bei deutschen Stromverbrauchern wecken, betrifft das Resultat doch die Höhe der zukünftigen Stromkosten. Gegenstand der Untersuchung: die voraussichtlichen Auswirkungen der von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke auf die Stromkosten. Doch das Ergebnis ist kein erfreuliches. Denn längere Laufzeiten sorgen laut der LBD-Studie nicht etwa dafür, dass die Strompreise zukünftig reduziert werden. Im Gegenteil: Die zeitgleich von den Politikern bekannt gegebene neue Steuer für Brennelemente könnte sogar dafür sorgen, dass die durchschnittlichen Stromkosten eine weitere Steigung erfahren.

Steigende Strompreise statt Reduzierung?

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hingegen sieht dies ganz anders. Dadurch, dass Atomkraft noch immer kostengünstiger sei als Ökostrom, könnten Stromverbraucher aufgrund der Laufzeitverlängerung sogar bis zu 150 Euro im Jahr einsparen. Fakt ist: Nichts ist Fakt. Sogar untereinander sind sich Parteien und Verbände nicht einig. Recht einhellig angenommen wird lediglich, dass durch die getroffene Entscheidung bezüglich der Atomkraftwerke diese im Zweifel keiner eiligen Modernisierung unterzogen werden und große Stromversorger davon profitierten. Einzig die Durchsetzung des geplanten Atomausstieges zum Jahr 2022 ermögliche die Etablierung der kleineren Stromanbieter. Und könnte schließlich dafür sorgen, dass Ökostrom in Zukunft die Energieform sein wird, durch deren Bezug Stromkosten für den Verbraucher verringert werden.