Anhebungen für das kommende Jahr geplant
Wie viele private Stromversorger auch, führt nach einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung die staatseigene Gesellschaft die von der Regierung beschlossene Verlängerung der deutschen Atomkraftwerke ins Feld, um ihre Stromkosten zu erhöhen. Betroffen hiervon sind diesmal nicht private Kleinverbraucher, sondern private Bahnunternehmen, die den Strom für die Nutzung der Fahrdrähte ausnahmslos über die Deutsche Bahn AG beziehen. Diese möchte mit der Preisanhebung die zusätzlichen finanziellen Belastungen wie die veranschlagte Atombrennstoff-Steuer oder die Entwicklung eines Ökoenergie-Fonds somit von sich wenden.
AKW-Laufzeiten als Grund genannt
Ein entsprechendes Schreiben hinsichtlich der steigenden Stromkosten soll bereits an die Betroffenen versandt worden sein – helfen tut dies wenig, denn die Betreiber eigener Trassen sind auf den vom allgemeinen Netz getrennten Bahnstrom angewiesen und können sich nicht bei einem Stromvergleich für ein günstigeres Angebot entscheiden. Verwunderlich ist allerdings, dass die Deutsche Bahn die Atommeiler als Rechtfertigungsgrund für die verteuerten Stromkosten anführt, Informationen der bekannten Münchener Tageszeitung nach jedoch nur gut 25 Prozent ihres Stromes aus diesen bezieht. Eine große Rolle spielt dies für die privaten Bahnunternehmen jedoch nicht: Sie müssen in den sauren Apfel beißen und ab Januar mehr Stromkosten aufwenden.
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