Wo auch immer etwas auf der Welt geschieht – normalerweise sind die Auswirkungen international spürbar. So auch die der aktuellen atomaren Katastrophe in Ja­pan, die auf zweierlei Art ihren Weg in die Bundesrepublik findet: Eine erneute Diskussion um die vor einigen Monaten beschlossene Verlängerung der AKW-Laufzeiten wird laut, und die durchschnittlichen Stromkosten könnten einen weiteren Anstieg erfahren.

Internationaler Markt bedingt nationale Stromkosten

Es ist nichts Neues für die Stromverbraucher der Bundesrepublik, dass die Strompreise ständig teurer werden. Sei es wegen steigender Rohölpreise auf dem Weltmarkt, sei es wegen der Erhöhung der EEG-Umlage oder sei es, dass die Stromversorger aufgrund interner wirtschaftlicher Miseren ihre Tarife anziehen. Nun also gesellen sich weitere Ursachen dazu, die die Stromkosten wieder ansteigen lassen könnten: die Aspekte Sicherheit und der möglicherweise vorgezogene Ausstieg aus der Atomkraft.

Atomreaktor vom Erdbeben in Japan getroffen

Wie viele weitere Atommeiler in Japan noch explodieren werden, steht zurzeit in den Sternen – doch schon die aktuelle Situation hat erneute Diskussionen um die Sicherheit von Atomkraftwerken auch in Deutschland entfacht. Ob nun vermehrt Gelder in die Sicherheit der Werke gesteckt werden soll oder diese doch früher als geplant ganz abgeschaltet – der jeweils finanzielle Aufwand dürfte sich auf die Stromkosten für den Verbraucher negativ auswirken. Denn dass auch der Ausstieg Stromkosten steigen lassen soll, liegt an den prognostizierten höheren Stromimporten aus dem Ausland, bis durch regenerativ erzeugten Strom in Deutschland die Nachfrage wieder selbst gedeckt werden kann.