Bereits zum Jahresende 2011 wurde in den Medien mehrfach darüber berichtet, dass es im neuen Jahr wahrscheinlich zu Preissteigungen bei den Stromanbietern kommen wird. Heute wird deutlich, dass günstiger Strom nahezu utopisch scheint, denn seither variieren die genauen Zahlen sehr stark. Zunächst sprach man von einer Erhöhung von durchschnittlich ca. 4%, heute stellt man sich bereits auf Preiserhöhungen von rund 10% ein.
Worauf wir uns 2012 einstellen müssen
Die Wahrheit ist, dass es man sich inzwischen auf eine regelrechte Explosion der Strompreise einstellen muss. Die ersten Stromanbieter haben ihre steigenden Preise bereits angekündigt, einige sogar bereits umgesetzt. Das Maximum liegt derzeit bei einem Preisanstieg von knapp 25%. Begründet werden die teueren Tarife von den Anbietern mit der Aussage, man müsse sich an die aktuellen Marktpreise anpassen und dass man dies sehr bedauere. Dennoch versuchen die Anbieter selbstverständlich durch Versprechungen bezüglich ihrer Preis-Leistungverhältnisse, die Kunden vom Wechsel zu einem anderen Anbieter abzuhalten. Solch ein Wechsel scheint darüber hinaus zurzeit sowieso ziemlich aussichtslos, da man keine großen Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern zu erwarten hat.
Der Atomausstieg und die Strompreise
Dass die Strompreise in die Höhe schießen werden, kündigten die Energiekonzerne bereits während der Vorgespräche zum Atomausstieg an. Man wollte gern am Atomstrom festhalten, da dieser billiger ist – zwar nicht für den Verbraucher, aber zumindest für die Konzerne. Der simple Grund dafür ist, dass die Konzerne sich im Zusammenhang mit Atomstrom kaum an Verwaltungskosten bezüglich der Forschung und Entwicklung zu beteiligen haben. Diese Kosten übernimmt der Steuerzahler. Das ist zwar bei den Verwaltungskosten für Ökostrom nicht anders, jedoch ist diese Tatsache so ziemlich jedem bekannt und wird nicht, anders als beim Atomstrom, gern als Begründung für die jährlichen Strompreiserhöhungen angegeben.
Die Situation ist bedauerlich und für sozial schwächer gestellte Familien gar frustrierend. Den Wechsel sehen viele Verbraucher als hoffnungsvolle Alternative. Man sollte sich jedoch bereits im Vorfeld präzise informieren und keine Verträge über einen langen Zeitraum abschließen. Zudem sollte man nicht erst darauf warten, dass man seine Benachrichtigung über die Preiserhöhung im Briefkasten findet, denn dann kann es zu hektisch werden, sich ausgiebig über andere Anbieter zu informieren.
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