Nicht nur private Haushalte haben seit Monaten mit stetigen Erhöhungen der Strompreise zu dealen, auch Gewerbe und Industrie werden verstärkt zur Kasse gebeten. Und der deutsche Mittelstand hat besonders schwer an den steigenden Stromkosten seit der japanischen Naturkatastrophe zu tragen.
Ost-West-Gefälle bei Stromkosten
Nach dem Untersuchungsergebnis einer Studie des Bundesverbandes der Energieabnehmer, sind die Stromkosten im Jahr 2011 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2010 für den Mittelstand bereits um durchschnittlich 14 Prozent angehoben worden. Und noch immer gibt es innerhalb sowohl privater, als auch gewerblicher Stromtarife ein recht starkes Gefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern. Im ehemaligen Westen zahlt der Verbraucher aufgrund allgemein niedrigerer Netzentgelte auch niedrigere Stromkosten. Der VEA legt daher allen Kleinbetrieben eine Strompreisvergleich nahe – und fordert zudem ein Limit der Subventionshöhe für Ökostrom.
Geringere Ökostrom-Subventionen sollen Mittelstand entlasten
Nicht nur die Ölpreise am Weltmarkt, sondern auch die gestiegene Zulage für erneuerbare Energien trägt nach Ansicht des Bundesverbandes zu den enormen Stromkosten bei. Um weitere Teuerungen zu umgehen, fordert die Organisation daher eine Regelung, durch die der Höchstsatz der Ökostrom-Subventionen von derzeitigen 3,5 Cent pro Kilowattstunde auf zwei Cent / kWh beschränkt werden soll. Damit sollen die deutsche Wirtschaft angekurbelt werden und die Stromkosten stabil gehalten. Ob eine solche bundesweite Entscheidung gefällt wird, muss abgewartet werden. Bis dahin hilft auch dem Mittelstand nur, sich den Stromanbieter mit den günstigsten Stromkosten zu suchen.
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