Durch den geplanten Nutzungsanstieg alternativer Energien zum Erzeugen von Strom, werden seitens der Stromversorger deutschlandweit Beträge in Milliardenhöhe in den erforderlichen Ausbau der entsprechenden Leitungen gesteckt. Doch nicht nur die Großkonzerne müssen finanzielle Mehraufwendungen tätigen – auch für den privaten Endverbraucher steigen dadurch die Stromkosten.

EU-Energiekommissar prognostiziert hohe Stromkosten

Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger werden Haushalte zukünftig für ihre Stromkosten ein bis zwei Cent mehr pro Kilowattstunde einzurechnen haben. Dieser Anstieg der Stromkosten sei aufgrund der in Europa flächendeckend vorgenommenen Ausweitung der Netze nicht zu umgehen – und auf weitere Netzkapazitäten könne ebenso wenig verzichtet werden, soll das Ziel erreicht werden, zunehmend Strom zu liefern, der aus regenerativen Rohstoffen wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse gewonnen würde. Denn ohne diesen Ausbau liefe die Bevölkerung Gefahr, wegen einer Netzüberbelastung plötzlich ganz ohne Strom dazustehen.

Aufteilung der Gebühren für Netzausbau

Darüber hinaus führt der CDU-Politiker aus, dass die rund 200 Milliarden Euro, die der Ausbau innerhalb der kommenden zehn Jahre verschlingen werde, zwischen Staat und Stromversorgern aufgeteilt würden – und letztere berechtigt seien, hiervon wiederum ein wenig vom Kunden zurückzuverlangen. Insofern steht einmal mehr eine Anhebung der durchschnittlichen Stromkosten in Aussicht – und dies, nachdem gerade bereits zahlreiche Energieunternehmen ihre Preise angezogen haben. Das europaweite Projekt wird mit Sicherheit durchgeführt. Der Verbraucher kann einzig Stromkosten sparen, indem er nach einem Stromtarifevergleich zu einem besonders günstigen Lieferanten wechselt.