Konsumenten einen exakten Überblick über ihren jeweils aktuellen Energieverbrauch zu geben und dadurch die Möglichkeit, sowohl Stromkosten einzusparen, als auch energieeffizient und damit klimafreundlich zu handeln, ist das Ziel, das durch den flächendeckenden Einbau von intelligenten Stromzählern erreicht werden soll.
Pflicht für Tarifangebot zeitlich variabler Stromkosten
Bundesweit sind Stromversorger seit dem 1. Januar 2011 aufgrund einer neuen Vorschrift im Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet, ihren Kunden Stromtarife zu bieten, bei denen die Stromkosten nach Tageszeit berechnet werden. Der Grundgedanke ist konstruktiv: Dank des voranschreitenden Einbaus innovativer Stromzähler in bundesdeutsche Haushalte kann jederzeit der Stromverbrauch am sogenannten ‚Smart Metering’ Zählgerät abgelesen werden und die Stromkosten entsprechend reguliert. An der Umsetzung hingegen scheint es noch zu scheitern: Bei den Verbrauchern überwiegt die Skepsis.
Stromkosten sparen und der Umwelt dienlich sein
Allerdings kann dies auch an dem Verhältnis des Ergebnisses zum Aufwand liegen: Denn obwohl flexible Stromtarife ermöglichen, durch die Nutzung bestimmter elektronischer Geräte zu preiswerteren Zeiten Stromkosten zu senken, liegt die mögliche Einsparung bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 4000 KWh bei nicht einmal zwanzig Euro. Zumindest sind diese Zahlen Resultat einer Studie, bei der die neuen zeitvariablen Stromtarife der einhundert größten deutschen Grundversorgungsunternehmen untersucht wurden. Doch ein Preisvergleich der variablen Tarife lohnt trotzdem, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Energiekonzernen sind enorm. Und wenn es nicht darauf ankommt – weshalb nicht die Waschmaschine abends einschalten? Denn nicht nur Stromkosten werden gespart: Smart Grid hilft, Verbrauchsspitzen bei schwankenden Stromproduktion aus regenerativen Energien zu vermeiden und somit auch der Umwelt.
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