Eben noch wurde von der Bundesregierung die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke beschlossen, schon wird aufgrund der Reaktorkatastrophe in Japan über den endgültigen und ausnahmslosen Ausstieg aus der Kernenergie und ausschließlich grüne Stromkosten debattiert.

Folgen des Verzichts auf atomare Energie

Zwar liegen Stromkosten für aus regenerativen Rohstoffquellen gewonnene Energie nicht unbedingt höher als solche, die aus fossilen und nuklearen Ressourcen gewonnen werden, doch mag es sich auf die Stromkosten auswirken, sollte in Zukunft ganz auf Atomenergie verzichtet werden. Innerhalb welchen Zeitraumes und vor allem welcher Art ein Atomausstieg auszusehen hätte, darüber streiten die Experten. Ebenso, ob durch die Form der alternativen Energiegewinnung die Stromkosten steigen werden – für welche auch immer sich entschieden werden wird.

Zukunft der Stromkosten ungewiss

Während der BUND und Greenpeace beispielsweise mittels des Baus neuer Anlagen von Erdgaskraftwerken und Windanlagen ohne die Atommeiler auszukommen planen, sieht die Strategie der Regierung vor, Atomenergie zunächst nicht durch grüne, sondern vermehrte Nutzung fossiler Rohstoffquellen zu decken. Die Stromkosten würden hierbei nach Ansicht von Haushaltsexperten deutlich weniger rasant steigen als bei den Vorhaben der Umweltorganisationen. Daneben werden Ansichten laut, die aufgrund preissenkender Faktoren in keiner Weise Auswirkungen auf die Stromkosten prophezeien – ebenso wie solche, die mit einem finanziellen Boykott der großen Energieunternehmen rechnen und somit die Stromkosten in exorbitante Höhen steigen sehen.