Erhöhung der Strompreise nicht unerlässlich
Dass die Stromkosten im laufenden Jahr für den deutschen Verbraucher im Durchschnitt kontinuierlich gestiegen sind, ist bekannt. Dass allerdings diese Erhöhung nicht erzwungener Maßen zu erfolgen hatte und auch in Aussicht gestellt weitere Preisanhebungen nicht unbedingt gerechtfertigt sind, dies zeigt sich an Zweierlei. Zunächst an den Stromversorgern, die in der Lage waren, die Stromkosten für ihre Kunden auf einem gleich bleibenden Level zu halten bzw. sogar zu senken. Und daran, dass die Entwicklung an der Leipziger Strombörse eine fallende Tendenz der Gebühren für Strom aufzeigt. Das der von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen durchgeführten Studie soll den Verbraucher dazu anhalten, für günstige Stromkosten auf einen Stromvergleich zurückzugreifen.
Energiewirtschaft kontert
Als nicht gerechtfertigt allerdings sehen die Stromanbieter die Vorwürfe, denen sie bezüglich ihrer Stromkosten ausgesetzt sind. Gestiegene Beschaffungskosten sowie erhöhte Kosten aufgrund der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes verursachen nach Angabe der Energiewirtschaft die Notwendigkeit, bei Stromkosten von den Verbrauchern ebenfalls einen Aufschlag zu verlangen. Und aufgrund der Konkurrenz auf dem Strommarkt würde kein Stromversorger wirklich überteuerte Preise fordern. Trotzdem plant unter anderem auch Stromgigant RWE weitere Erhöhungen bei den Stromkosten und lässt so Forderungen laut werden, die Monopolstellung der Energieriesen nach und nach gänzlich aufzubrechen.
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